Jessica Walker

Interview

1. Was waren für Sie die größten Hürden in Ihrem Studium?

 

Eine Herausforderung war es die Erste in meiner Familie zu sein, die eine Universität besucht. Neben der neuen Situation, erstmals alleine zu wohnen und für den Tagesablauf selbst verantwortlich zu sein, musste ich auch selbst herausfinden was Studieren denn tatsächlich bedeutet. Gerade umfangreiche mündliche Prüfungen, wie die staatl. Vorprüfung nach 2 Jahren, forderten mich sehr. Glücklicherweise ließen sich diese Hürden   gemeinsam mit wundervollen KommilitonInnen meistern.

 

2. Was sind für Sie die größten Herausforderungen in der Lehre?

 

Alle Studierenden abzuholen und mit den Themen der Lehrveranstaltung zu erreichen ist im Bachelor und Master herausfordernd. In Laborpraktika ist der unmittelbare Kontakt zu den Studierenden gegeben und dennoch reicht die Zeit nicht immer aus, auf alle Schwierigkeiten einzugehen und jede Thematik ausreichend zu besprechen. Eine weitere Herausforderung ist, den Studierenden die Angst vor Fehlern zu nehmen und stattdessen zu

zeigen wie sie aus gemachten Fehlern lernen können.

 

3. Was würden Sie in Bezug auf das Chemiestudium verändern wollen?

 

Da knüpfe ich direkt dort an: Fehler erlauben. Die Punkte auf Praktika und Übungen sollten nicht alleine vom sofort richtigen Ergebnis oder der direkt maximalen Ausbeute abhängig sein. Dabei sollte selbstverständlich die Sicherheit immer gewährleistet bleiben. Es wird wahrscheinlich nicht in jedem Fach ganz einfach umsetzbar sein, aber es fordert die

Studierenden auf, sich mit den gemachten Übungen oder Experimenten nochmals genauer auseinander zu setzen und sie besser zu verstehen.

 

4. Welches Fach, das es bei uns nicht gibt, würden Sie gerne unterrichten?

 

Es gibt ein recht einfaches Molekül, das vieles verbindet und Lösungsmittel für unzählige Substanzen ist: Wasser. Sowohl als Trinkwasser als auch in der (Umwelt-)analytik ist es von größter Bedeutung, denken wir nur an die aktuelle Analyse von Covid-Antikörpern im Abwasser. Daher würde ich „Wasser“ eine eigene LV widmen. Als ganzes Fach fände ich „naturwissenschaftliche Forensik“ spannend, die das Lösen von kriminalistischen Rätseln mit toxikologischen Fragestellungen und analytischen Methoden verbindet.

Lehrveranstaltungen

2023W
270006 VO Analytische Chemie II
270013 SE Erstellen der Bachelorarbeit B - Analytische Chemie + Lebensmittelchemie
270082 SE Analysenauswertung
270103 PR Wahlfachpraktikum B (Bachelormodul) - Analytische Chemie + Lebensmittelchemie
530021 SE Journal Club Analytical Chemistry - für Master und Diplom Studien
2023S
270013 SE Erstellen der Bachelorarbeit B - Analytische Chemie + Lebensmittelchemie
270052 VO Analytische Chemie I
270082 SE Analysenauswertung
270103 PR Wahlfachpraktikum B (Bachelormodul) - Analytische Chemie + Lebensmittelchemie
530021 SE Journal Club Analytical Chemistry - für 


Peter Lieberzeit

Interview

1. Was waren für Sie die größten Hürden in Ihrem Studium?

 

Im ersten Studienabschnitt (entspricht in etwa dem Bachelor) - so absurd das klingen mag - eine der damals sechs Vorlesungen in "Analytischer Chemie". Im zweiten Studienabschnitt die Vorlesung Biochemie, sowie das organisch-chemische Fortgeschrittenenpraktikum. Die beiden Vorlesungen aufgrund des Prüfungsformats, das Praktikum aus organisatorischen Gründen. Da aber alle beteiligten Lehrenden nicht mehr leben: keine Details und keine Namen. Nicht zuletzt, weil ich sie alle menschlich und/oder wissenschaftlich sehr geschätzt habe.

 

2. Was sind für Sie die größten Herausforderungen in der Lehre?

 

Da sehe ich zwei, eine inhaltliche und eine organisatorische: die inhaltliche Herausforderung ist für mich den Stoff so "hinüberzubringen", dass Studierende möglichst Verständnis für Grundkonzepte entwickeln. Wer mich und meine Lehre kennt, weiß, dass ich Auswendiglernen überhaupt nicht mag. Möglicherweise, weil ich ein sehr schlechter Auswendiglerner bin ... Die organisatorische Herausforderung besteht darin, dass die Vielfalt der Aufgaben in Forschung und Lehre es erfordert, dass man mit der Zeit haushaltet und daher nicht immer das Optimum möglich ist. Außer man legt keinen Wert auf Familie und andere Interessen als Chemie. Was bei mir nicht der Fall ist.

 

3. Was würden Sie in Bezug auf das Chemiestudium verändern wollen?

 

Auch wenn es unter den budgetären Rahmenbedingungen Wunschdenken ist: die Praktika wieder so zu gestalten, dass Studierende genügend Zeit haben, Fehler zu machen. Denn ein "danebengegangenes" Experiment regt erstens das Denken an (oder sollte das zumindest ...). Und zweitens ist es in der Forschung eher die Regel, als die Ausnahme.

 

4. Welches Fach, das es bei uns nicht gibt, würden Sie gerne unterrichten?

 

In der Chemie etwas in Richtung "Paläochemie", also: wie funktionierte die Welt bzw. das Leben vor dem athmosphärischen Sauerstoff? Dafür fehlt mir aber die Kompetenz. Oder einmal ein Format zu schaffen, dass über Studierende der Chemie hinausgeht. Ich erinnere mich an eine Dissertation, die ich begutachten durfte: sie war an der Grenze zwischen Chemie und Kunst- bzw. Technikgeschichte angesiedelt und für mich faszinierend.

Lehrveranstaltungen

2023W
270006 VO Analytische Chemie II
270013 SE Erstellen der Bachelorarbeit B - Analytische Chemie + Lebensmittelchemie
270018 SE Erstellen der Bachelorarbeit C - Physikalische Chemie / Materialchemie
270054 VO Allgemeine Chemie A - für Bachelor Lehramt Chemie
270103 PR Wahlfachpraktikum B (Bachelormodul) - Analytische Chemie + Lebensmittelchemie
270105 PR Wahlfachpraktikum C (Bachelormodul) - Physikalische Chemie / Materialchemie
270140 PR Physikalisch-chemisches Praktikum - Laboratory practice in physical chemistry
270249 VU Chemometrie
2023S
270013 SE Erstellen der Bachelorarbeit B - Analytische Chemie + Lebensmittelchemie
270018 SE Erstellen der Bachelorarbeit C - Physikalische Chemie / Materialchemie
270052 VO Analytische Chemie I
270103 PR Wahlfachpraktikum B (Bachelormodul) - Analytische Chemie + Lebensmittelchemie
270105 PR Wahlfachpraktikum C (Bachelormodul) - Physikalische Chemie / Materialchemie
270140 PR Physikalisch-chemisches Praktikum - Laboratory practice in physical chemistry